Brauchtum

  • Oswaldi mit Samson und den Prangschützen

    Oswaldi mit Samson und den Prangschützen

    Am Oswaldisonntag (1. Sonntag im August) marschiert die Schützengarde in Grenadieruniform (weiße Hosen, grüne Waffenröcke mit über der Brust gekreuzten weißen Wehrgehängen, kokardengeschmückte Braunfellmützen) zum Schützenamt und zur feierlichen Prozession, wo sie bei den 4 Evangelien Salutschüsse aus ihren Vorderladern abschießen. Weißgekleidete Mädchen tragen auf den Schultern die Muttergottestragen. Knaben in weißen Hemden und roten Schärpen, Engelskronen auf den Häuptern, tragen die barocke Oswaldistatue in buntem Mantel.

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    • Nachmittags zieht der Samson durch den Ort. Der Samson ist eine circa 6 m hohe und 70 kg schwere Figur mit rollenden Augen, schwarzem Haar und Bart, den Kürassierhelm auf dem Haupt, die Hellebarde in der Rechten, Schwert und Eselskinnbacken in der Linken und über den langen gestreiften Kittelrock ein rotes Schulterkleid mit Kriegsauszeichnungen.

      Nach jeder Ehrensalve, die vom Hauptmann ausgerufen wird und die Betroffenen eine Anerkennungsspende kostet, tanzt der Samson nach dem Takt der Blasmusik.

      Dieser Samson entstand in Anlehnung an die Lungauer Figuren, der Ursprung des Samsons war aber im Murauer Kapuzinerkloster. Der Urheber des hiesigen Samsons dürfte der ansässig gewordene Schneider JOHANN TURASS gewesen sein. Er war der Sohn eines italienischen Müllers aus Genua und kam offenbar mit dem Franzosentross 1809 hierher. Leider wurde die ursprüngliche Samsonfigur nach circa 100 Jahren bei einem Brand vernichtet. Die zweite Figur, im Volksmund der "Grauperte" genannt, wurde wegen ihrer Missgestalt viel verspottet und hatte nur kurze Lebensdauer. Die jetzige Figur "Samson der Dritte" wurde 1914 von N. Neumann vulgo Pistrich geschaffen.

      Der Samson wird von einem Mann getragen, dem die Figur auf Schultern und Oberkörper geschnallt wird. Eine beachtliche Leistung, denn Marschieren und Tanzen besorgt er ganz allein. Lediglich in Ruhestellung wird ihm die Last von vier Trägern etwas abgenommen.


  • Faschingrennen

    Faschingrennen

    Das Faschingrennen am Rosenmontag gehört zu den ältesten Bräuchen der Krakau. Es handelt sich dabei um den uralten Brauch, durch Lärm und Getöse die Dämonen des Winters zu verscheuchen. Jede der 3 Gemeinden hat ihre eigene Faschingrennergruppe. In Krakaudorf laufen sie in jedem ungeraden Jahr.

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    • Der Lauf wird von Burschen und Männern durchgeführt, auch Frauenrollen werden von Männern dargestellt. Es lohnt, einmal dabei zu sein, wenn im Morgengrauen der Wegauskehrer, der Heanagreifer (Hühnergreifer) im Federgewand, dahinter die Schellfaschinge, bekleidet mit kurzer Lederhose, darunter weißer langer Unterhose, weißem Hemd mit buntem Tuch um die Schultern, um die Mitte einen Schellenkranz eine bunte Spitzkappe und mit einem langen Stab in der Hand, unter Geschrei "auslaufen". Die 4 "Glockfaschinge" tragen anstelle der Spitzkappe einen Steirerhut und Kuhglocken.

      Vor jedem Haus laufen die Schellfaschinge ein "Radl", die Glockfaschinge erzeugen dazu mit ihren Kuhglocken großen Lärm. Gelegentlich wird auf dem Weg der Faschingrenner in einer Höhe von 2-3 Metern eine Kette gespannt (Speng), die zumindest vom Wegauskehrer übersprungen werden muss.

      Diesem Zug der "SCHÖNEN" folgt die bunte Truppe der sogenannten "VETTELN": Doktor, Scherenschleifer, Friseur, billiger Jakob und die Hauptgruppe mit Rossknecht, Rosshändler und Ross (von 2 Burschen unter einer Decke dargestellt)

      Dieser Brauch beginnt schon lange vor dem Morgengrauen. Es wird jedes Haus besucht und abends zum Gebetsläuten um 19 Uhr muss es beendet sein, sonst wird das Ross vom Teufel geholt - so die Sage.


  • Osterfeuer

    Alljährlich wird von der Landjugend ein großes Osterfeuer gezimmert, welches in der Nacht vom Karsamstag zum Ostersonntag entzündet wird.

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    • Das Osterfeuer entstammt der Tradition der Frühlingsfeuer im Mittelalter. Es war ein heidnischer Brauch, mit dem die Geister des Winters vertrieben werden sollten. Meist wurde es auf einem nahe gelegenen Hügel oder Berg entzündet um die Sonne zu begrüßen. Als Zeichen für das Ende des unerwünschten Winters wurden zum Teil Strohpuppen auf dem Feuer verbrannt.


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